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1976 - 1985

1976

In der Jahreshauptversammlung 1976 wird Helmut Ganz zum Chorleiter gewählt. Das vom 13. bis 15. August durchgeführte Kreissängerfest anläßlich des 100jährigen Bestehens des MGV 1876 Röhrenfurth, ist der erste große öffentliche Auftritt von Helmut Ganz als neuer Chorleiter nach nur sieben Monaten.
Im Rahmen der dreitägigen Festveranstaltung im August kann der Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes Waltari Bergmann beim Festkommers Sangesbruder Ludwig Zens mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes für 50-jährige Sängertätigkeit auszeichnen. Neben anderen Ehrungen überbringt Landrat August Franke die Grüße der Kreiskörperschaften sowie des Hessischen Ministerpräsidenten und überreicht unserer Chorvereinigung die “silberne Ehrenplakette des Landes Hessen” zum 100. Geburtstag. Für alle Mitwirkenden ist das große, vorbildlich vorbereitete Sängerfest mit seinen zahlreichen Veranstaltungen ein unvergessliches Erlebnis. In der Ortsmitte gibt das Musikcorps des Bundesgrenzschutz-Kommandos Mitte, Kassel, ein Platzkonzert. In der Kirche findet ein ökumenischer Gottesdienst zusammen mit dem Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt, Melsungen, dem Posaunenchor und der Chorvereinigung statt. Dies, das Platzsingen der anwesenden Chöre und der Tanz bis in die späten Abendstunden bleiben den Röhrenfurthern in bester Erinnerung.
In einer Feierstunde wird der Chorvereinigung am 19. September die Zelterplakette zum 100-jährigen Bestehen durch den Hessischen Kultusminister Hans Krollmann verliehen.

1977

Am 12. März wird das 20-jährige Bestehen des Frauen- und des gemischten Chores gefeiert. Der Chor veranstaltet in der Kirche einmal im Juni eine geistliche Abendmusik zusammen mit dem Posaunenchor und einem Gitarrenchor und im Dezember einen vorweihnachtlichen Liederabend, zu dem der katholische Kirchenchor Melsungen eingeladen wird. – Eine zweitägige Vereinsfahrt bringt die Chorsängerinnen und –sänger nach München, der bayerischen Metropole, wo ihnen je nach Geschmack so ziemlich alles geboten wird: Deutsches Museum, Olympiastadion mit einem Spiel der Bayern, Weißbier, Weißwurst usw. usw.

1978

Nach über 20-jährigem Vorsitz wird Kurt Maurer durch den seitherigen Stellvertreter Hans Dietrich abgelöst. Kurt Maurer, der sich auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl stellte, steht dem Verein jedoch als 2. Vorsitzender mit Rat und Tat weiterhin zur Verfügung.
Am 13. September trägt die Chorvereinigung ihren ehemaligen Dirigenten Heribert Eisele zu Grabe, der in seiner über zehnjährigen Chorleitertätigkeit mit den Sängerinnen und Sängern große musikalische Erfolge feiern konnte.

1979

Bei der Jahreshauptversammlung wird durch Mehrheitsbeschluß bei drei Gegenstimmen eine Erhöhung des Jahresbeitrages von DM 13,00 auf DM 15,00 festgelegt. – Der Verein erwirbt nach langen Bemühungen des Vorstandes eine elektronische Orgel, für die nach Abzug aller Beihilfen und Zuschüsse aus der Vereinskasse noch DM 550,00 bezahlt werden. Zitat aus den Vereinsniederschriften: “Diese Neuanschaffung bringt die Verpflichtung für den Verein mit sich, in absehbarer Zeit das Instrument zur Förderung und zum weiteren Ausbau der Vereinsarbeit einzusetzen. Die großen Ziele um die Erhaltung und Weitergabe des Liedgutes sollten hierdurch vom weiteren Erfolg geprägt sein”.

1980

Willi Schröder, Hauptlehrer i. R. und von 1955 – 1963 Chorleiter der Chorvereinigung stirbt im Alter von 71 Jahren und wird vom Chor auf seinem letzten Weg begleitet.

1981

Als Mitglied des engeren Vorstandes stellt sich Adam Müller aus familiären Gründen nicht mehr zur Wiederwahl des Schriftführers. Dieses Amt, das er 20 Jahre lang begleitete, geht auf Marianne Siebeck über.
Am 17. Mai wird Harry Knuth, der neue Pfarrer für Röhrenfurth und Schwarzenberg, in einem Festgottesdienst offiziell in sein Amt eingeführt. Unser Chor beteiligt sich an der Gestaltung der Feier.
Im Rahmen eines Liederabends im Dorfgemeinschaftshaus Röhrenfurth nimmt der Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes Waltari Bergmann Ehrungen vor: Für 40 Jahre aktive Sängertätigkeit wird Georg Steinert mit der goldenen Nadel des Deutschen Sängerbundes ausgezeichnet. Heinz Bettenhausen, Fritz Dittmar und Konrad Maurer erhalten die silberne Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft.

1982

Vom 16. bis 23. August wird in Röhrenfurth das 800jährige Bestehen des Ortes gefeiert. Der Chor nimmt an allen Veranstaltungen aktiv teil. Auf dem Kriechenberg organisiert die Chorvereinigung eine Ausstellung alter Ackergeräte und Handwerkszeug mit Vorführungen. Sogar eine Feldschmiede hat man besorgt und kann ein Pferd beschlagen. Die Frauen kochen Klöße, backen Pfannkuchen, Waffeln und Blechkuchen.
Am Montag, dem 16. August ernennt der Vorsitzende Hans Dietrich den langjährigen Vorsitzenden Kurt Maurer zum Ehrenvorsitzenden der Chorvereinigung.
Der Chor wirkt sowohl beim Festkommers als auch beim Festgottesdienst oder dem großen Umzug durch’s Dorf mit. Man hat sich sogar mit einem herrlichen “musikalischen Festwagen” beteiligt:
Walther von der Vogelweide wirbt um das Burgfräulein. Die Burg, dies sei angemerkt, hat unser Schreinermeister und Sänger Albert Fehr so stabil gebaut, daß sie noch jahrelang ihren Platz in einem Garten hat. Ein anderer, vielbeachteter Festwagen ist der der Röhrenfurther Grundschule mit dem Motto: “243 Jahre Schule in Röhrenfurth. Wir sind keine Zugvögel; wir brauchen unser eigenes Nest”. Anlaß zu dieser Aussage sind Überlegungen, die Grundschule wegen des enormen Rückganges der Schülerzahlen bis auf teilweise drei Kinder pro Klasse zu schließen.

1983

Für 25-jährige Treue zum Verein wird Kurt Döring beim Kameradschaftsabend am 24. September mit der silbernen Nadel geehrt. Beachtenswert ist in diesem Jahr noch die Heraufsetzung des vereinsinternen Bierpreises von DM 0,80 auf DM 1,00.

1984

Es wird angeregt, wieder einen Männerchor zu gründen. Interessierte wollen diese Idee unterstützen.
Ein anderer Vorschlag beschäftigt sich mit der Neuanschaffung einer Vereinsfahne. Die alte Fahne aus dem Jahre 1901 ist restaurierungsbedürftig bzw. soll aus Altersgründen gut aufgehoben werden.
Auf zweitägige Vergnügungsfahrt geht der Chor in’s Fichtelgebirge. – Zum vierten Male tritt die Chorvereinigung als Veranstalter eines Jedermann-Wanderns mit anschließender Bewirtung auf. Auch Wanderplaketten können erworben werden.
Im Vorstand wächst der Wunsch, wieder einmal ein Karnevalsvergnügen zu veranstalten.
Zwei Ehrenmitglieder versterben im Laufe des Jahres: Ernst Königer (89) und Ludwig Hilgenberg (83).

1985

Am 26. Januar geht die erste Karnevalsveranstaltung nach langer Zeit im Dorfgemeinschaftshaus über die Bühne. Im Gegensatz zu früheren Jahren erfolgt das närrische Treiben diesmal in einem festgefügten Programmablauf. Der Erfolg ist überwältigend und läßt den Chor über 12 Jahre bis 1997 zu einem “Geheimtipp” in Sachen Karneval auch außerhalb unseres Dorfes werden. Dabei ist der eigentliche Gedanke, neben dem Spaß und dem Vergnügen, über diesen Umweg auf die Chorvereinigung aufmerksam zu machen, ihr neue Mitglieder zu gewinnen und eventuell auch neue aktive Sänger, die inzwischen so dringend benötigt werden.
Am 2. November beteiligt sich der Chor mit zwei Liedern am Wertungssingen in der Körler Berglandhalle.
Für die betagten Mitbürger unseres Dorfes geben die “Karnevalisten” noch einmal den Programmpunkt “Dorfgeschehen” aus der Karnevalsveranstaltung beim Altennachmittag zum besten. Die Senioren sind sichtlich erfreut und dankbar für die Sondereinlage.

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